BSW-Awards 2025: Was ich morgen in der Jury sehen will – und warum die meisten durchfallen werden

Torsten Müller – Der renommierte Experte für individuelle Badplanung
Torsten Müller Interior Design

Infos und Tipps vom renommierten Designer

Als Juror der BSW-Awards 2025 verrate ich einen Tag vor der Jury-Sitzung, worauf ich bei Pool-, Spa- und Wellness-Projekten achte. Die meisten scheitern nicht an Technik, sondern an fehlender Emotion. Spektakel beeindruckt, Ritualräume berühren. Nur Projekte mit Wahrhaftigkeit, durchdachter Licht-Dramaturgie und klarer Haltung bekommen meine Stimme.

  • Emotion vor Technik: Der Raum muss in 30 Sekunden zum Kaufen anregen, nicht durch Effekte blenden
  • Licht-Dramaturgie: 30% Licht, 70% Schatten (Mut zur Dunkelheit statt Flutlicht)
  • Materialehrlichkeit: Authentische Wirkung zählt mehr als Naturstein vs. Kunststein
  • Ritualraum statt Spektakel: Räume, die nach innen schenken, nicht nach außen zeigen
  • Haltung statt Trends: Projekte, die verstehen, dass Menschen heute Rückzug brauchen, keine Reizüberflutung
Inhalte
    Gold-Gewinner des bsw-Awards 2024: Rambow Pooldesign mit einem herausragenden Nachtpool-Konzept.

    Worauf ich morgen als Juror achte

    Morgen sitze ich wieder in der Jury der BSW-Awards. Ich hoffe das wieder über 400 Projekte aus ganz Europa vor mir liegen. Pool-, Spa-, Sauna-, Wellness- und Relaxing-Bereiche. Viele davon technisch brillant. Die meisten teuer.

    Die Frage ist nicht, was sie kosten. Die Frage ist: Was machen sie mit Menschen?

    Ich verrate dir heute, worauf ich achten werde. Welche Projekte keine Chance haben. Welche Design-Philosophien 2025 den Unterschied zwischen Gewinner und Verlierer ausmachen.

    Das ist kein neutraler Bericht. Das ist meine Haltung.

    Mori Piscines wurde beim BSW-Award 2024 mit Silber in der Kategorie „Private Freibäder - Premium“ ausgezeichnet. Das beeindruckende Poolprojekt besticht durch sein modernes Design, hochwertige Materialien und eine nahtlose Integration in die Architektur der Luxusvilla.
    Exklusive Poolbeleuchtung: GrünForm Achtermann gewinnt bsw-Award 2024 in Silber Falls Anpassungen nötig sind, sag Bescheid!
    Luxuriöse Schwimmhalle: Woodtli Schwimmbadtechnik gewinnt bsw-Award 2024 in Silber
    Potsdamer Gartengestaltung überzeugt mit einem harmonisch in die Natur eingebetteten Poolkonzept, das Design und Funktionalität auf höchstem Niveau vereint.
    Preisgekrönte Poolarchitektur: Zireg Ziswiler erhält den bsw-Award 2024 in Gold Falls noch Anpassungen nötig sind, gib Bescheid!

    Wie ich in 30 Sekunden entscheide, ob ein Projekt eine Chance hat

    Wenn ich ein Projekt zum ersten Mal sehe, gibt es einen Test:

    Es muss mich zum Kaufen anregen.

    Damit meine ich nicht Konsum. Ich meine Begehren, Atmosphäre, Zustand.

    Ein Pool, ein Spa, eine Sauna muss in den ersten Sekunden zeigen:

    • Will ich da rein?
    • Will ich mich dort aufhalten?
    • Löst es etwas in mir aus (Ruhe, Sehnsucht, Wärme, Klarheit)?
    • Verführt mich der Raum, ohne laut zu werden?

    Was mich am schnellsten disqualifiziert: Projekte, die technisch perfekt sind, aber emotional tot.

    Keine Einladung. Keine Präsenz. Keine Haltung.

    Wonach ich suche

    Ich suche nach diesen Elementen:

    • Ein klares Konzept
    • Eine eigene Sprache
    • Eine Führung durch Licht
    • Eine architektonische Geste
    • Ein Gefühl von "Das könnte mein Rückzugsort sein"

    Der erste Blick entscheidet, weil er zeigt, ob der Entwurf Seele hat oder nur Produkte enthält.

    Wichtig: Eine Wasserfläche ist schnell gebaut. Ein Gefühl ist schwer.

    Fazit: Ein Projekt braucht Seele, nicht nur Technik. Der erste Blick zeigt, ob ein Raum Menschen einlädt oder abstößt.

    Preisgekrönte Schwimmhalle: PoolBauProfi erhält den bsw-Award 2024 in Gold Falls noch Anpassungen gewünscht sind, lass es mich wissen!
    PoolBauProfi gewinnt den bsw-Award 2024 in Gold in der Kategorie Private Schwimmhallen. Das Projekt überzeugt mit einer einzigartigen Symbiose aus historischem Ambiente und innovativer Pooltechnik.

    Bekannt aus:

    FINANCIAL TIMES

    MANAGER MAGAZIN

    VOX

    BILD

    WELT

    Jetzt Beratungstermin Vereinbaren

    Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Beratungstermin mit uns. Das Team von Torsten Müller kümmert sich unverzüglich um die Verwirklichung Ihrer persönlichen Wünsche.

    Sie können hier direkt einen Termin für ein Beratungsgespräch buchen.

    Hofer Group – Gewinner des bsw-Awards 2024 in Silber für Hotelpools
    Die Hofer Group gewinnt den bsw-Award 2024 in Silber in der Kategorie Hotelpools. Das Projekt beeindruckt mit einem exklusiven Infinity-Pool, einer herausragenden Holzkonstruktion und einer atemberaubenden Aussicht. Foto: Hannes Niederkofler

    Das K.O.-Kriterium: Wenn Pool, Haus und Garten nicht miteinander sprechen

    Ein Beispiel aus der Praxis

    Ich erinnere mich an ein Projekt aus den letzten Jahren. Technisch auf höchstem Niveau. Perfekte Wassertechnik, perfekte Ausführung, alles sauber, alles funktional.

    Trotzdem war es in den ersten 30 Sekunden klar: Dieses Projekt ist emotional tot.

    Warum? Der Pool war perfekt gebaut, aber das Haus und der Pool haben nicht miteinander gesprochen.

    Der Außenraum war eine Bühne, aber keine Geschichte. Es gab keine Lichtstimmung. Keine Atmosphäre. Keine Einladung.

    Der Pool lag wie ein kaltes Rechteck in einem Garten, der nicht gestaltet war. Keine Übergänge. Keine Erdung. Nur Technik und Wasser.

    Man merkte sofort: Das ist ein Produkt, kein Erlebnis.

    Warum die meisten Projekte scheitern

    Viele Projekte scheitern an diesen Punkten:

    • Das Licht fehlt
    • Der Garten passt nicht zum Pool
    • Die Architektur hat keine gemeinsame Sprache
    • Alles wirkt zusammengewürfelt
    • GALA-Bau wirkt wie nachträglich "dazugestellt"
    • Es gibt keinen emotionalen Einstiegspunkt

    Das Ergebnis: Der Raum verkauft sich nicht. Er lädt nicht ein. Er berührt nicht.

    Die Quintessenz: Ein Pool braucht mehr als Technik. Er braucht eine gemeinsame Sprache mit Haus und Garten. Nur dann entsteht Harmonie.

    +
    Jahre Erfahrung
    unter den
    Top deutschen Bad-Designer
    +
    realisierte Projekte
    pro Jahr
    Besuche von Trendmessen
    +
    TV-Auftritte als Experte

    Warum Licht die wichtigste Entscheidung beim Wellness-Design ist

    Die meisten Planer setzen "auch Licht". Ein paar Unterwasser-LEDs, ein Spot an der Hauswand, fertig.

    Das ist kein Lichtkonzept. Das ist Beleuchtung.

    Wenn ich ein Projekt vor mir habe, bei dem Licht wirklich gedacht wurde, sehe ich sofort etwas anderes:

    Es ist Inszenierung. Wie in einer Oper. Wie in einem Musical.

    Keine zufälligen Lichter, sondern Regie.

    Was Licht-Dramaturgie bedeutet

    In der Oper gibt es nicht "einen Spot und gut". Da gibt es Dramaturgie:

    • Warm, kalt
    • Eng, weit
    • Geführt, zurückgenommen
    • Aufbauend, lösend

    Genauso muss Licht im Pool- und Spa-Design funktionieren.

    Der Licht-Fehler, der 90% der Projekte disqualifiziert

    Zu viel Licht. Überall. Gleichzeitig.

    Die meisten Planer haben Angst vor Dunkelheit. Sie denken: "Viel Licht = Luxus."

    Das Gegenteil ist wahr.

    Luxus ist Zurückhaltung. Luxus ist Schatten. Luxus ist das, was du nicht siehst, aber fühlst.

    So sieht der typische Fehler aus

    • Unterwasser-LEDs auf 100% (das Wasser leuchtet wie ein Schwimmbad in den 90ern)
    • Spots überall an der Fassade (jede Ecke ausgeleuchtet)
    • Poolumrandung komplett beleuchtet (keine Ruhe, keine Tiefe)
    • Garten-Spots wie Flutlicht (alles sichtbar, nichts geheimnisvoll)

    Das Ergebnis? Ein Raum ohne Seele. Ein Pool ohne Intimität. Eine Wellness-Oase, die sich anfühlt wie ein Parkplatz.

    Die 30:70-Regel für perfektes Wellness-Licht

    Was fehlt, ist Mut zur Dunkelheit.

    Die besten Projekte arbeiten mit Licht und Schatten im Verhältnis 30:70:

    • 30% Licht (gezielt, präzise, inszeniert)
    • 70% Schatten (Tiefe, Ruhe, Geheimnis)

    Ich will nicht alles sehen. Ich will geführt werden.

    Das Licht soll mir sagen: "Hier darfst du hinschauen." Der Schatten soll sagen: "Hier darfst du loslassen."

    Die meisten Planer trauen sich das nicht. Sie haben Angst, dass der Kunde sagt: "Da ist es zu dunkel."

    Dabei ist genau das der Punkt: Wellness ist nicht Helligkeit. Wellness ist Geborgenheit. Geborgenheit entsteht im Halbdunkel, nicht im Flutlicht.

    Die Lektion: Mut zur Dunkelheit ist der Unterschied zwischen einem beleuchteten Pool und einem atmosphärischen Ritualraum.

    Warum Materialehrlichkeit über Naturstein vs. Kunststein entscheidet

    Viele glauben, ich hätte etwas gegen Kunststein oder Folien.

    Das stimmt nicht.

    Ich prämiiere jedes Material, wenn es authentisch wirkt.

    Was ich nicht prämiiere, sind Oberflächen, die künstlich, laut oder "fake" aussehen. Nicht, weil das Material falsch wäre, sondern weil die Wirkung nicht stimmt.

    Ein Pool, ein Spa, eine Sauna braucht eine Atmosphäre, die natürlich, erdend, echt wirkt. Das gilt auch, wenn die Oberfläche technisch gesehen kein Naturstein ist.

    Wie ich Materialehrlichkeit in Sekunden erkenne

    Ich erkenne es nicht am Materialnamen. Ich stelle vier Fragen:

    1. Wirkt die Oberfläche wie ein natürlicher Teil des Raums?

    Egal ob Folie, Keramik, Verbundmaterial oder Naturstein. Wenn es harmonisch aussieht, ruhig, authentisch, nicht überdesignt, passt es.

    2. Hat das Material Tiefe oder nur ein aufgedrucktes Muster?

    Viele Kunststeine und Folien sind heute extrem gut. Manche wirken flach, industriell, künstlich. Ein Pool darf keine Tapete sein.

    3. Passt die Textur zum Wasser?

    Wasser ist ein gnadenloser Spiegel. Wenn die Oberfläche mit dem Wasser bricht, wirkt alles unnatürlich.

    4. Passt das Material zur Architektur?

    Ein guter Pool trägt die Handschrift des Hauses. Ein schlechter wirkt wie ein Fremdkörper.

    Für mich zählt: Wirkt es natürlich? Fügt es sich harmonisch ein? Zieht es mich in den Raum hinein? Oder stößt es mich ab?

    Auf den Punkt gebracht: Ich bewerte nicht Stein, Folie oder Keramik. Ich bewerte Wahrhaftigkeit. Die sieht man sofort.

    Was einen Ritualraum von einem Spektakel-Pool unterscheidet

    Der größte Irrtum vieler Bauherren: Ein 300.000-Euro-Pool wird automatisch ein "Wow-Projekt".

    Ein spektakulärer Pool ist nicht automatisch ein guter Pool. Ein guter Pool ist nicht automatisch ein Ritualraum.

    Der fundamentale Unterschied

    Spektakel will beeindrucken. Ritualraum will berühren.

    Spektakel ist laut. Ritual ist leise.

    Spektakel lebt von Effekten. Ritual lebt von Bedeutung.

    Spektakel zeigt etwas nach außen. Ritual schenkt etwas nach innen.

    Ein Beispiel: Der kleine Pool, der alles richtig gemacht hat

    Ich erinnere mich an ein Projekt, das mich wirklich berührt hat. Es war technisch viel simpler als der 300.000-Euro-Technik-Pool.

    Ein kleiner Indoor-Pool in einem Einfamilienhaus. Nicht riesig. Nicht spektakulär. Nicht Instagram-tauglich.

    Aber es war ein Ritualraum.

    Was dieses Projekt richtig gemacht hat

    Der Planer hatte eine klare Intention: Dieser Pool sollte ein Ort der Stille sein. Ein Ort, an dem man morgens eintaucht und den Tag beginnt. Ein Ort, an dem man abends zur Ruhe kommt.

    Das hat man gespürt.

    Die Merkmale:

    • Das Wasser war dunkel, fast schwarz
    • Naturstein an den Wänden (roh, ehrlich, warm)
    • Licht kam nur von oben durch ein schmales Oberlicht
    • Tageslicht, das sich im Wasser spiegelte
    • Keine RGB-LEDs, keine Effekte
    • Nur natürliches Licht, das mit dem Wasser tanzte

    Der Raum war klein, aber er hatte Tiefe. Er hatte Atmosphäre. Er hatte eine Haltung. Er hatte eine Geschichte.

    Man spürte sofort: Hier geht es nicht um Show. Hier geht es um Rückzug. Um Ritual. Um das tägliche Eintauchen als Moment der Klarheit.

    Das Wesentliche: Ein Ritualraum braucht keine Technik-Effekte. Er braucht Intention, Stimmigkeit und Respekt für den Menschen.

    Drei Trends, die ich morgen sehen werde (und warum zwei davon scheitern)

    Wir hatten im letzten Jahr über 400 Einreichungen. Was morgen kommt, weiß ich erst, wenn die Projekte vor mir liegen. Die wirtschaftliche Lage wird Spuren hinterlassen.

    Drei Tendenzen sehe ich jetzt schon:

    Trend 1: Mehr Effekt, weniger Essenz

    RGB, Wasserfälle, Show-Beleuchtung, Instagram-Momente.

    Viele Projekte werden versuchen, mit Effekten zu punkten. Das ist die schnellste Antwort auf Unsicherheit.

    Meine Bewertung: Ein Raum, der laut ist, verliert seine Seele.

    Wenn ich morgen Projekte sehe, die nur beeindrucken wollen, aber nichts transportieren, werden sie es schwer haben.

    Trend 2: Budget-Spar-Designs, die versuchen luxuriös zu wirken

    Durch die Wirtschaftslage werden viele Anlagen mit weniger Mitteln versuchen, mehr zu scheinen als sie sind.

    Das bedeutet:

    • Günstige Materialien als "Luxus" inszeniert
    • Künstliche Steinoberflächen
    • Überladenes Styling
    • Folien, die Naturstein spielen wollen
    • Deko statt Architektur

    Meine Bewertung: Ich bewerte Haltung, nicht Preis.

    Ein ehrliches, reduziertes Konzept gewinnt gegen jeden Fake-Luxus. Viele Jury-Kollegen schauen auf technische Umsetzung. Ich schaue auf Wahrhaftigkeit.

    Trend 3: Überthematisierte Wellnesswelten

    Was ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen werde:

    • Dschungel-Spa
    • Alpenhütte im Keller
    • "Santorini"-Look in Deutschland
    • Motto-Wellness
    • Künstliche Erlebnisarchitektur

    Alles hübsch fotografiert, alles verkäuflich. In Wahrheit energetisch völlig übersteuert.

    Meine Bewertung: Wenn das Thema lauter ist als der Mensch, ist das Projekt raus.

    Das ist der Trend, bei dem ich bewusst gegen den Strom schwimmen werde. Viele feiern das. Die Branche liebt Storytelling über Kulissen.

    Ich bewerte nicht Kulisse. Ich bewerte Raumqualität und Zustand.

    Was das bedeutet: Trends zeigen, was die Branche will. Haltung zeigt, was Menschen brauchen.

    Was die Welt 2025 wirklich braucht: Leise Räume in lauten Zeiten

    Wenn ich sage "Ein Projekt, das nicht so tut, als wäre die Welt noch wie vor drei Jahren", dann meine ich etwas sehr Einfaches:

    Die Welt ist lauter geworden – und unsere Räume müssen leiser werden.

    Wir leben in einer Zeit, in der Menschen permanent überlastet sind: Informationsflut, Unsicherheit, wirtschaftlicher Druck, digitale Überreizung, soziale Beschleunigung, ständige Verfügbarkeit.

    Und genau deshalb braucht es heute mehr Emotion, mehr Tiefe, mehr Haltung als je zuvor.

    Was ich beobachte: Viele Wellness- und Spa-Projekte tun so, als wären wir noch in einer Zeit, in der es ausreicht, alles "schön" zu machen: schöne Fliesen, schöne Lampen, schöne Liegen, schöne Deko.

    Aber Schönheit ist kein Gegenpol zu Erschöpfung. Stille ist es. Tiefe ist es. Echtheit ist es.

    Was sich in Projekten 2025 widerspiegeln sollte

    1. Rückzug statt Reizüberflutung

    Menschen suchen heute Orte, an denen sie nicht konsumieren müssen, sondern sein dürfen.

    2. Emotion statt Effekte

    RGB-Spektakel ist die falsche Antwort auf ein nervöses Nervensystem. Menschen brauchen Räume, die sie herunterfahren, nicht hochschießen.

    3. Sinn statt Show

    Wellness ist kein Lifestyle mehr. Es ist eine Überlebensstrategie.

    4. Qualität statt Kulissen

    Viele Anlagen sind dekoriert, aber nicht gestaltet. Das spürt man sofort.

    5. Experten statt Kompromisse

    Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, an dem sorgfältiges Planen und echte Expertise wichtig sind, dann jetzt. Denn Fehler kosten nicht nur Geld – sie zerstören die Wirkung.

    BSW Award Gala 2024 – Torsten Müller mit Dietmar Rogg und Branchenexperten
    BSW Award Gala 2024 – Übergabe des BSW-Präsidentenamtes von Dietmar Rogg
    BSW Award Gala 2024 – Exklusives Branchenevent mit Überraschungen

    Was ich morgen positiv sehen will

    Mut zur Ruhe. Ehrliche Materialien. Klare Linien. Licht als dramaturgisches Werkzeug. Wasser, das "sprechen" darf. Architektur, die nicht um Likes bettelt. Konzepte, die die Zielgruppe verstanden haben.

    Und vielleicht das Wichtigste: Ein Projekt, das nicht so tut, als wäre die Welt noch wie vor drei Jahren.

    Für mich zählt nicht Trend. Für mich zählt Stimmigkeit und Haltung. Alles andere ist Dekoration.

    Warum ich das mache: Meine Mission als Juror

    Es gab in all den Jahren als Juror viele besondere Momente – Diskussionen, Überraschungen, Projekte, die technisch brillant waren oder emotional berührt haben.

    Aber der Moment, der mir am stärksten geblieben ist, war keiner, bei dem wir eine Trophäe vergeben haben.

    Es war der Augenblick, in dem ich bei einer Einreichung dachte:

    "Genau deshalb mache ich das. Ich möchte die Welt schöner verlassen, als ich sie vorgefunden habe – und Menschen mit meiner Gabe ein besseres Leben ermöglichen."

    Das Projekt selbst war gar nicht das teuerste. Keine spektakuläre Technik. Kein großer Name dahinter. Sondern ein Raum, der etwas ganz anderes hatte: Wahrhaftigkeit. Ruhe. Eine Seele.

    Man spürte: Da hat jemand verstanden, was Wasser mit Menschen macht. Da hat jemand Architektur als Verantwortung gesehen – nicht als Bühne. Da hat jemand einen Ort geschaffen, an dem ein Mensch wirklich ankommen kann.

    Als ich das sah, wurde mir bewusst:

    Ich bin nicht in dieser Jury, um Preise zu verteilen. Ich bin hier, um Haltung sichtbar zu machen. Um das Gute zu verstärken. Um Mut zu belohnen, Echtheit zu schützen. Um einen Beitrag zu leisten, dass diese Branche bewusster wird.

    Das ist der Moment, der mich trägt. Nicht der Preis. Nicht das Foto. Sondern das Gefühl:

    Wenn ich auch nur ein bisschen dazu beitragen kann, dass diese Welt durch Räume schöner, ruhiger, menschlicher wird – dann hat sich alles gelohnt.

    Das ist mein Antrieb. Morgen wieder. Jedes Jahr wieder. Solange ich Räume, Menschen und ihre Energie lesen kann.

    "Ich möchte die Welt schöner verlassen, als ich sie vorgefunden habe."

    Morgen in der Jury werde ich genau diese Haltung wieder einbringen.

    Bekannt aus:

    FINANCIAL TIMES

    MANAGER MAGAZIN

    VOX

    BILD

    WELT

    Was ist das wichtigste Kriterium für die BSW-Awards 2025?

    Emotion vor Technik. Ein Projekt muss in 30 Sekunden das Gefühl auslösen: "Da will ich rein." Technisch perfekte Projekte ohne emotionale Wirkung haben keine Chance.

    Warum scheitern die meisten Wellness-Projekte bei der Bewertung?
    Was bedeutet die 30:70-Regel beim Lichtkonzept?
    Spielt die Materialwahl (Naturstein vs. Kunststein) eine entscheidende Rolle?
    Was unterscheidet einen Ritualraum von einem Spektakel-Pool?
    Wie bewertest du Hotel-Spas anders als private Projekte?
    Welche Trends werden 2025 durchfallen?
    Was brauchen Wellness-Projekte 2025 wirklich?

    Key Takeaways: Was du für dein Wellness-Projekt wissen musst

    • Der 30-Sekunden-Test entscheidet: Ein Projekt muss sofort das Gefühl auslösen "Da will ich rein" – ohne Emotion ist es raus
    • Licht ist Inszenierung, nicht Beleuchtung: 30% Licht, 70% Schatten. Mut zur Dunkelheit schafft Intimität und Atmosphäre
    • Pool, Haus und Garten müssen eine gemeinsame Sprache sprechen: Achsen, Materialien, Übergänge und Lichtkonzept müssen harmonieren
    • Materialehrlichkeit schlägt Preis: Authentische Wirkung zählt mehr als Naturstein vs. Kunststein. Wahrhaftigkeit sieht man sofort
    • Ritualraum statt Spektakel: Räume, die berühren statt beeindrucken. Leise statt laut. Intention statt Effekte
    • 2025 braucht leise Räume in lauten Zeiten: Menschen brauchen Rückzug und Emotion, keine RGB-Spektakel und überthematisierte Wellnesswelten
    • Haltung schlägt Trend: Projekte mit klarem Konzept, ehrlichen Materialien und Respekt für den Menschen gewinnen

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    Nach oben