MAISON & OBJET PARIS 2017 und das “Who is Who” der Interieurdesign-Welt
Die Design-Messe MAISON & OBJET PARIS 2017 mit den Augen des Interieurexperten Torsten Müller
Vom 8. bis zum 12. September 2017 machte Paris seinem Ruf als Welthauptstadt der Trends, der Mode und der Innovationen in der faszinierenden Welt des Schönen und Ästhetischen alle Ehre: Auf der Messe MAISON & OBJET PARIS 2017 versammelte sich das das “Who is Who” der Interieurdesign-Welt, um die neuesten Trends, Entwicklungen und natürlich auch Talente der Öffentlichkeit vorzustellen. Der renommierte „Schöner Wohnen“ Experte Torsten Müller war auch dieses Jahr mit dabei, als die zukunftsweisenden Präsentationen, Installationen und Diskussionen zeigten, wie wir in dem kommenden Jahr wohnen, genießen und leben werden.
Dank der 2016 lancierten digitalen Plattform MOM/Maison & Object and more, konnte Trendscout Torsten Müller sich gemeinsam mit anderen Architekten, Interieurexperten und Produktdesignern vorab online ein Bild von den diesjährigen Ausstellern machen, die ihre modernen, pulsierenden und immer wieder den Rahmen der Gewohnheit sprengenden Entwürfe exklusiv dem enggezogenen Kundenkreis zeigten.
Wo die Trends geboren werden: Die MAISON & OBJET PARIS im Überblick
Ein globales Erlebnis bietet sich den Besuchern der MAISON & OBJET PARIS. Die führende Fachmesse für Interieur verbindet die Produzenten aus aller Welt mit der lebendigen Lifestyle-Community, die stets auf der Suche nach dem next big thing ist. Auf 130.000 m2 finden sich rund 3.200 Aussteller, die jeden Januar und September rund 3.000 Journalisten, über 85.000 Besucher und natürlich auch Experten aus der Welt des Heimdekors in die französische Stilhauptstadt locken.
Torsten Müller stürzte sich auch dieses Jahr kopfüber in die sinnliche Welt der modernsten Produkte, der innovativsten Kreativköpfe, der unvergesslichen Workshops und natürlich voller unvergleichlicher Inspirationen, Anregungen und Ideen für seine kommenden, exklusiven Projekte.
Drei Welten voller Inspiration
Maison – Alles für Ihr Zuhause
Der Maison-Bereich der Messe, der sich zwischen den Hallen 1 und 5B ausbreitet, widmet sich den unterschiedlichsten Stilrichtungen, die beim Einrichten einer Wohnung zum Tragen kommen. Beginnend bei Möbeln, über kleine Dekoartikel bis hin zur Beleuchtung und Heimtextilien wird man hier durch ein buntes Kaleidoskop an exotischen Formen, klassischen Farben und vertrauten Texturen geführt. Dabei sind die Aussteller in unterschiedlichen Bereichen gruppiert, so dass interessierte Besucher und geschäftige Einkäufer sofort in die gewünschten Themenwelt eintauchen können:
- Eclectic – Der kuratierte Bereich inspiriert, fasziniert und begeistert mit außergewöhnlichem Verständnis von Design, das sich eklektisch aus unterschiedlichsten Stilen zu einem einzigartigen Ganzen zusammensetzt.
- Elegant – Klassisch oder modern, die zeitgenössische Eleganz setzt auf moderne Linien mit dezentem Understatement. Bei diesem werden auch die historischen Aspekte nicht vergessen, die den Chic der Kolonialzeit in Indochina wieder aufleben lassen.
- Complements – Blickfänge, exzentrische Details und schrille Akzente, die Highlights in den eigenen vier Wänden setzen. Dass sich selbst schlichte Räume mit diesen extravaganten Accessoires in wahre Stilwunder verwandeln können, sieht man hier.
- Cosy – Textilien, Loungewear und Dekoration, die das so beliebte Hygge-Gefühl in das Zuhause bringen. Zwischen den kuscheligen Sofas mit gerundeten Kanten und samtigen Oberflächen versinkt man in dem wohlig warmen Gefühl des Nachhausekommens.
- Fragrances – Markendüfte, die dem Interieur den letzten Strich verleihen und diesem ein vollkommen neuartiges Verständnis schenken, das von einer ganzheitlichen Aufnahme ausgeht.
- Actuel – Urban, modern und zeitgenössisch präsentieren sich Möbelstücke aus aller Welt und beweisen, dass die neuen Zeiten bereits angebrochen sind
Object – Die Essenz geht der Existenz voraus
In den Hallen 5A bis 6 der MAISON & OBJET PARIS entdeckte Torsten Müller die faszinierende Welt der Gegenstände für sich, die die Einrichtung der Wohnung einzigartig machen. Unikale Geräte, die durch ihre Intelligenz verblüffen treffen hier auf Accessoires aus der Küche und die Must Haves der Saison:
- Craft – Auch im 21. Jahrhundert steht das Handwerk hoch im Kurs
- Cook & Share – Alles was Sie brauchen, um als Haubenkoch vor Ihren Freunden zu brillieren
- Accessoires – Für sie, für ihn und auch für die allerkleinsten, in dem Hallenbereich dreht sich alles um das Tüpfelchen auf dem i, das ein gemütliches und individuelles Zuhause ausmacht
- Smart Gift – Innovationen, die das Leben einfacher, besser und angenehmer machen finden sich hier neben einmaligen Geschenken, die das Herz von Designliebhabern höher schlagen lassen
Influences – Die Trends von übermorgen
In einem Tempel für Luxus und Design werden Kreativität und Innovation miteinander vereint. Das umwerfende Ergebnis fand Torsten Müller in den Hallen 7 und 8 vor, wo Prestige, Einzigartigkeit und Exklusivität miteinander eine hypnotische Symbiose eingingen und Strömungen aus aller Welt präsentiert wurden. Diese waren in die folgenden Sektionen unterteilt, die den „Schöner Wohnen“ Designer in ihren Bann zogen:
- Now! Design à vivre – Innovative Experimente ergeben wunderschöne Objekte, die harmonisch zwischen Kunst und Alltag oszillieren
- Scènes d´interieur Gallery – Kreative Ausdrucksformen finden ihren Platz an der Schnittstelle zwischen Handwerkskunst, Kunst und Design
- Maison & Object I Projetsi – Ein einzigartiger Ort, der zur Gänze technischen und dekorativen Designlösungen gewidmet ist
Die Höhepunkte der MAISON & OBJET PARIS
Das Projekt „Senses Room“ beeindruckte den Designer Torsten Müller nachhaltig. Unter der Ägide des Künstlers Francis Van de Walle entstand ein außergewöhnliches Badezimmer, das perfekt in exklusive Hotelsuiten passt und Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten sicheren Komfort und sinnlichen Genuss in der eigenen Wellnessoase schenkt. Basierend auf den Prinzipien von Yin und Yang, den lakonischen Tönen schwarz und weiß und vielen neuartigen Features, wie vibrierenden Musikboxen, entstand ein weiteres Objekt des spannenden Projektes „Design for All“.
Das Designerduo hinter WOHA hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur Bauwerke zu entwerfen, sondern auch die Umgebung in das Projekt harmonisch einzugliedern. Die einzigartige Fusion aus Funktionalität und Innovation ließ den Interieurprofi Torsten Müller in die moderne Denkweise der Designer des Jahres Asia 2017 eintauchen, in der lokale Tradition und Kultur ebenso einen Bestandteil der Entwürfe bilden, wie deren nahtlose Einschreibung in unseren Alltag. Die vorgestellten Kreationen der WOHAbeing umfassten neben Möbeln auch Teppiche und Leuchten, die authentisches Design mit nachhaltigen Aspekten verbinden und die Schönheit der Welt feiern.
Die Bodenständigkeit Kanadas, die Lockerheit Australiens und die Dekadenz Indiens sind eine beeindruckende Mischung, die in den Entwürfen des ADesignStudios Gestalt annimmt. Torsten Müller bewunderte die außergewöhnlichen Entwürfe der Lampen und Leuchten von Alex Fitzpatrick, die Poesie und Wissenschaft perfekt miteinander vereinen.
Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ bei Torsten Müller die CANE-Kollektion, die von dem in Bangkok ansässigen Designstudio Atelier 2 vorgestellt wurde. Typisch asiatische Hölzer werden auf eine traditionelle Art und Weise bearbeitet und in einen minimalistischen und gleichzeitig ausgesprochen eleganten Kontext gesetzt, der an die Blütezeit des europäisch-asiatischen Handels im 17. Jahrhundert erinnert.
Natürlich schaute Torsten Müller auch beim Designer des Jahres 2017 Tristan Auer vorbei. Der Innenarchitekt hat sein Schaffen dem französischen Chic gewidmet – klassische Referenzen werden durch freche Avantgarde-Elemente erweitert, woraus unvergleichliche Kreationen resultieren.
Ein großer Bereich der Messe drehte sich rund um die Comfort Zone. In der instabilen Welt, in der wir heute leben, wird die Sehnsucht nach einem sicheren Hafen immer stärker. Gemütliche Sitzgelegenheiten in gedämpften Pastelltönen treffen hier auf weiche Texturen und ruhige Formen, die Behaglichkeit und Wärme ausstrahlen. Auch Torsten Müller ließ sich für einige Zeit in dem Inspirationsraum in der Halle 7 nieder und erlebte, was es heißt, sich zu „100% gut“ zu fühlen.
Die Beleuchtungstrends wurden auf der Maison & Objects Paris unter dem Motto „Invisible“ präsentiert. Die unsichtbaren Lichttechnologien stammen aus der Feder des japanischen Mutter-Tochter-Gespanns Akari-Lisa & Mottoko Ishi. In allen sechs Räumlichkeiten, in denen offensichtliche und versteckte Lichter eine außergewöhnliche Atmosphäre mit dem Spiel aus Licht und Schatten bildeten, schenken dem Designer Torsten Müller viele neue Anregungen zu weiteren Anwendungsgebieten der modernen Beleuchtungskonzepte.
Dass Heimtextilien viel mehr sein können als nur schmuckes Beiwerk, bewies der Künstler Charles Pétillion in der Sunbrella Connexions Exposition. Aus den neuesten Stoffen entstand eine künstlerische Installation im Großformat, die auch Torsten Müller einen neuen Blickwinkel auf das Traditionslabel ermöglichte.
Zum ersten Mal beehrte die Kooperation Hotel Bel´Chique die MAISON & OBJET PARIS. Das neuartige, erfrischende Konzept widmet sich ganzheitlichen Lösungsvorschlägen für die Hotellerie. Wie aus einem zauberhaften Guss erscheinen die Möbel, die perfekt auf die Wandbeläge, das Licht und die Gestaltung der Außenterrassen abgestimmt sind. Torsten Müller lernte hier alle zehn belgischen Labels kennen, die an dem Projekt beteiligt sind, das mit Sicherheit schon bald für Gesprächsstoff in der Luxushotellerie sorgen wird.
„City Chic“, so heißt die Kollektion von Zuiver, in der Torsten Müller sich eine Auszeit gönnte. Die urbane Stimmung wird durch pudrige Töne unterstrichen, die mit Beton, Stahl und hellen Hölzern eine städtische Atmosphäre verbreiten, die sowohl in Berlin, New York und London perfekt am Platz ist.
Verbotene Früchte stellen die kunstvollen Keramikskulpturen der brasilianischen Designerin Lisa Pappon für BULL & STEIN dar. Dabei steht der Apfel, der mit Graffitis und Streetart Schriftzügen per Hand bemalt wurde, ein Symbol für das Leben und die Erde dar. Im Ergebnis entstand ein wahrhaft philosophisches Werk, das Straßenkunst in einen neuen Kontext setzt.
Psst… Die Top 5 Trends für das Interieur 2017
Tropische Hitze
Ja, die bunten Farben, die an exotisch saftige Früchte erinnern, bleiben weiterhin erhalten. Jedoch wird diese Sehnsucht nach dem Ursprünglichen und paradiesisch-exotischen in einem klassisch-konservativen Kontext interpretiert. Farbenfrohe Motive aus historischen Archiven treffen auf leuchtende Töne, wie hier zu sehen bei JUDECO während handbemalte Möbel den Kolonialchic erneut aufleben lassen. Die Farben reichen dabei von einem vitalisierendem zitronengelb bis hin zu einem entspannten royality blau und einem extravaganten flamingo-pink.
Ja, die bunten Farben, die an exotisch saftige Früchte erinnern, bleiben weiterhin erhalten. Jedoch werden diese in einem klassisch-konservativen Kontext interpretiert. Farbenfrohe Motive aus historischen Archiven treffen auf leuchtende Töne, während handbemalte Möbel den Kolonialchic erneut aufleben lassen.
Handarbeit
Handgemachtes steht bei vielen Designern hoch im Kurs. Gewebte Fasern, lederlaminierte Stoffe und die Erinnerung an handgesponnene Teppiche verbinden traditionelle Techniken mit zeitgenössischer Ästhetik.
Retro Silhouetten
Der neue Klassizismus setzt sich aus haptisch angenehmen Materialien und klassischen Formen zusammen. Sanftes Wildleder und glänzend lackiertes Holz melden sich ebenso laut zurück, wie Diamantpolsterungen und warme metallische Details.
Am Eichholtz Stand, dem renommierten B2B-Großhändler knüpfte Torsten Müller wertvolle Kontakte und folgte getreu dem Motto des Hauses „Das Auge muss reisen“ den ausgestellten Kollektionen, die reine, würdevolle Eleganz ausstrahlten.
Block für Block
Das Nebeneinander von unterschiedlichen Farben und Materialien sorgt für spannende Effekte in den eigenen vier Wänden. Hölzer, Keramiken, Metalle und Stoffe werden wild kombiniert und spielerisch nebeneinander gesetzt. Daraus entstehen unvergleichliche Objekte, bei denen man oftmals zweimal hinsehen muss.
Als bestes Beispiel stachen die einzigartigen Wohnaccessoires von Aangenaamxl hervor. Die schlichten Leuchten, die im Inneren altgoldene Strukturen verbergen oder üppige Amethystdrusen sorgen für einen zweiten verwunderten Blick.
Wohlfühlen hoch zwei
Gemütlichkeit war auf der MAISON & OBJET PARIS 2017 so stark vertreten, wie noch nie. Weiche Oberflächen, riesige geometrische Muster, kuschelige Polsterungen und an die Anatomie angepasste Sitzgelegenheiten versprechen einen warmen, gemütlichen Winter.
Pink Flamingo at
Ein Kommentar
very nice artcle thanks for sharing this